ziele

Die Mobilitätskonferenz ist der Zusammenschluss von Parteien, Verbänden und Interessengruppen, die für eine nachhaltige Mobilität in der Stadt Bern einstehen. Die Mobilitätskonferenz setzt sich ein für eine gesunde, sichere und ressourcenschonende Verkehrs- und Stadtentwicklung.

Ziele der Mobilitätskonferenz sind eine Stadt der kurzen Wege, eine Anbindung an nachhaltige regionale und lokale Gewerbestrukturen sowie die Gestaltung von Räumen mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität, damit die Bevölkerung sicher und gesund wohnen, arbeiten, sich erholen, bewegen und spielen kann.

Die Klimakrise sowie die durch Corona ausgelöste Gesundheits- und Wirtschaftskrise verlangen ein rascheres und mutigeres Tempo in der Umsetzung einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik als bisher. Die Ausnahmesituation zeigt, wie wichtig eine krisensichere Verkehrsinfrastruktur als Teil der Grundversorgung sowie gesunde, schadstoffarme Lebensumgebungen in dicht besiedelten Gebieten sind.

Es braucht nun kostengünstige Sofort-Massnahmen sowie engagierte Weichenstellungen bei den Langzeitinvestitionen, um Stadt und Region in Einklang mit den Zielen des Bundes und in Kooperation mit den umliegenden Agglomerationsgemeinden so zu gestalten, dass wir für anhaltende oder künftige Situationen, in denen Menschen zu Hause bleiben müssen (oder wollen), vorbereitet sind. Zu denken ist auch an künftige Krisen (klimabedingte Gesundheits- probleme wie Hitzewellen, neue Epidemien, Energie- und Wirtschafts- krisen, Stromausfälle). Die Mobilitätskonferenz sah schon immer ein riesiges Potential in der Förderung des Fuss- und Veloverkehrs in der Agglomeration Bern, aufgrund des geringen Platzbedarfs und weil sie besonders umweltfreundlich sind. Nun zeigt sich, dass diese Mobilitätsformen auch in Epidemien einen wichtigen Beitrag zu einer widerstandsfähigen Verkehrsinfrastruktur leisten und deshalb eine entschlossene Förderung verdienen.

Der ÖV ist in den verkehrspolitischen Zielen für die nächsten vier Jahre etwas in den Hintergrund gerückt. Die Mobilitätskonferenz erachtet einen gut ausgebauten ÖV als zentral. Durch viele Investitionen wurde der ÖV in der Region Bern kontinuierlich ausgebaut. Es bleibt auch in Zukunft wichtig, in den ÖV zu investieren, aber es besteht hier in den nächsten vier Jahren nicht der grösste Handlungsbedarf.

Die Mobilitätskonferenz Bern hat 11 Ziele im Bereich Verkehr und Mobilität definiert, die in der Legislaturperiode 2021-2024 erreicht werden sollen. Gefordert ist einerseits der Gemeinderat, der in der kommenden Legislatur die Prioritäten zur Erreichung dieser Ziele setzt, andererseits die Organisationen der Mobilitätskonferenz im Parlament und in der täglichen Politik.

Verkehrspolitische Ziele für die Jahre 2021-2024

Ziel 1

Verkehrsplanung neu ausrichten (Ziel- statt nachfrageorientierte Planung) und neue Finanzierungsmöglichkeiten prüfen

Verkehrsplaner*innen stützten sich bisher auf Prognosen und Modelle. Einerseits weisen diese grosse Unsicherheiten auf. Andererseits zeigt sich anhand von Verkehrsführungen bei Baustellen, dass der befürchtete Verkehrskollaps nicht eintrifft, wenn bspw. eine Spur temporär reduziert wird. Deshalb braucht es einen neuen Ansatz in der Verkehrsplanung, um die verkehrspolitischen Ziele zu erreichen.

Ziel 2

Verkehrsberuhigte, entschleunigte Zonen mit hoher Aufenthaltsqualität schaffen

Erholung und Bewegung an der frischen Luft vor der Haustür sind elementar. Diese Grundbedürfnisse sollen in der Stadt Bern nicht nur in privilegierten Wohnlagen sichergestellt werden.

Ziel 3

Verkehrsflächen reduzieren, entsiegeln und damit mehr Grünflächen schaffen für ein gesundes Stadtklima

Die Erreichung der Klimaziele und die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) müssen durch die Reduktion des MIV aber auch mit baulichen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorangetrieben werden.

 

Ziel 4

Bern als Velohauptstadt stärken mit sicherer und komfortabler Veloinfrastruktur

Das Velo ist als platzsparendes, ressourcenschonendes und gesundes Verkehrsmittel die ideale Mobilitätslösung für die Stadt.

Ziel 5

Zu Fuss gehen als ökologische Verkehrsform fördern

Die Velooffensive ist erfolgreich gestartet. Jetzt braucht es mehr Engagement für die Fussgänger*innen. Der Fussverkehr ist punkto Ökologie, Platz und Kosteneffizienz ideal und hat deshalb in der Stadt mit kurzen Wegen ein grosses Potential

Ziel 6

Verkehr in der Stadt Bern dekarbonisieren

Um das Ziel von netto Null CO2-Emissionen zu erreichen, muss der Strassenverkehr möglichst rasch dekarbonisiert werden und zur Einhaltung der Luftreinhalte- und Lärmziele beitragen.

 

Ziel 7

Autoverkehr und Parkplätze reduzieren und damit mehr Lebensqualität schaffen

Der Autoverkehr verursacht Lärm- und Schadstoffemissionen, braucht viel Platz und stellt die grösste Unfallgefahr für die anderen Verkehrsteilnehmenden dar.

Ziel 8

Kombinierte Mobilität und Teilen von Fahrzeugen fördern

Kombinierte Mobilität und Sharing-Angebote entsprechen einem Bedürfnis der Bevölkerung nach situativ angepassten Verkehrsangeboten. Die Infrastruktur hierfür soll zu Lasten des MIV gehen und die starke Beanspruchung des öffentlichen Raums durch Verkehrsmittel eindämmen.

 

Ziel 9

Mit modernen Technologien den Lieferverkehr emissionsfrei und stadtverträglich abwickeln

Der Lieferverkehr ist heute sehr ineffizient organisiert, was sich mit dem aktuellen Anstieg der Onlinelieferungen verschärft hat.

Ziel 10

Stärker mit den Agglomerationsgemeinden zusammenarbeiten

In der Stadt sind viel mehr Menschen für Freizeit, Arbeit und Einkauf unterwegs als wohnhaft. Prognosen sprechen von einer weiteren Zunahme des Pendelverkehrs. Diese Herausforderungen können weder durch die Stadt noch durch die umliegenden Gemeinden allein gelöst werden.

Ziel 11

Digitalisierung und Automatisierung im Dienst der städtischen Verkehrspolitik ausgestalten

Digitalisierung und automatisiertes Fahren bieten Chancen für einen umwelt- und menschenverträglichere Verkehr, aber auch viele Risiken. Die Stadt Bern muss vorausschauend die Weichen richtig stellen.

Die nachfolgend aufgeführten Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat und den Gemeinderat von Bern unterstützen die 11 Ziele der Mobilitätskonferenz:

Nachname
Vorname
Beruf
Partei_Liste
Abdullahi
Yasmin
Studentin Volkswirtschaftslehre
Junge Grünliberale
Abgottspon
Odilo
Gymnasiallehrer
Sozialdemokratische Partei
achermann
Sophie
Stadträtin
GB
Achermann
Valentina
Mitarbeiterin Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz
SP
Akcasayar
Timur
Interner Auditor / SUVA Sicherheitsassistent
Sozialdemokratische Partei SP
Altas
Katharina
Literaturagentin, lic.rer.soc.
SP Stadt Bern
Anderegg
Ursina
Grünes Bündnis
Anjo
Miguel
Informatik-Ingenieur
Grünes Bündnis Bern
Arn
Mirjam
Assistenzärztin
Grünes Bündnis GB Bern
Bigger
Diego
Rechtsanwalt, Legal Counsel
SP
Bill
Lea
Sekretärin Advokatur 4a, Stadträtin Grünes Bündnis
Grünes Bündnis
Binz
Laura
Historikerin
SP Stadt Bern
Blatter
Gabriela
Chemikerin MSc ETH
Grünliberale Partei
Blum
Adi
Kulturschaffender
GB Bern
Bolliger
Cyrill
Ingenieur
Grünes Bündnis Bern
Bühlmann
Regula
Stadträtin/ SGB-Sekretärin
Grünes Bündnis
Bürkli
Luca
Student Bauingenieurwesen
Junge Grünliberale Stadt Bern
Christen
Michael
Grünes Bündnis Bern
Christen
Esther
Ökonomin
GB
Dietiker
Stefan
Jurist
GRÜNE BÜNDNIS (GB)
Filipovic
Jelena
Politische Sekretärin Grünes Bündnis Bern, Politologin
Grünes Bündnis Bern
Flohr
Clemens
Geograf
Grünes Bündnis
Flückiger
Julian
Klimawissenschaftler
Grünes Bündnis
Gallizzi
Katharina
Statistikerin / Biologin
Grünes Bündnis Bern
Geiser
Milena
Kulturmanagerin; Geografin
Grünes Bündnis Bern
Geiser
Franziska
Lehrerin
Grünes Bündnis Bern
Geret
Anita
Dr. med.vet.
Grünes Bündnis Bern
Geu
Andreas
Geschäftsleiter NGO
Grünes Bündnis Bern
Grosjean
Claude
Jurist
glp
Gutzwiller
Lukas
Atmosphärenphysiker (EPFL)
Grüne Freie Liste GFL
Heer
Elia
Student ETH
Junge Grünliberale Stadt Bern
Heinzer
Markus
Berater und Projektleiter
Grünes Bündnis
Hoekstra
Michael
Einkaufsleiter
Grünliberale, glp
Indermühle
Adrian
Lokführer / Netzentwickler
GFL
Iseli
Seraphine
wissenschaftliche Mitarbeiterin
Grünes Bündnis Bern
Kehrli-Feldmann
Nadja
Sozialarbeiterin
SP
Keller
Barbara
Campaignerin, MSc Nonprofit Management , Mediamatikerin EFZ
SP
Krattiger
Eva
Studentin Geographie
Junge Alternative JA!
Kruit
Marieke
Stadträtin/Fraktionspräsidentin
SP
Künzler
Johannes
Germanist/Gymnasiallehrer
Grünes Bündnis
Läderach
Mirjam
wissenschaftliche Mitarbeiterin BAG
Grünes Bündnis
Liebi
Corina
Historikerin
Junge Grünliberale Stadt Bern
Lindgren
Maurice
Grünliberale Stadt Bern
Meier
Joschka
Historiker
SP Stadt Bern
Meier
Esther
Geschäftsführerin GRÜNE Kanton Bern
GB (Grünes Bündnis)
Messerli
Romain
Tourismusfachmann
Junge Grünliberale Stadt Bern
Messerli
Siroco
Abteilungsleiter
GLP
Murano
Alina
Juristin
SP Stadt Bern
Näf
Thomas
Geschäftsführer Internetcafé Power-Point
Grünes Bündnis Bern
Nellen
Dominic
Rechtsanwalt / Dozent öffentliches Recht
SP
Rauch
Daniel
Betriebswirtschafter
SP
Rubin
Sarah
Sozial- und Heilpädagogin, Gärtnerin
Grünes Bündnis Bern
Ruch
Rahel
Kampagnenleiterin Konzernverantwortungsinitiative
Grünes Bündnis
Ruefer
Michael
glp Stadt Bern
Rutishauser
Tim
Berater Digitale Transformation
GB
Salamanca
Vanessa
Kommunikation und Kampagnenleiterin (VPOD)
Grünes Bündnis
Schild
Marianne
Projektleiterin und Stadträtin
GLP / Mitte-Liste
Schmid
Sara
Politikwissenschaftlerin
SP Stadt Bern
Schweri
Lea
Geografin
Grünes Bündnis Bern (GB)
Seiler Borja Cerón
Siméon Morgain
Sozialanthropologe
GB
Siegenthaler
Edith
Leiterin Geschäftsstelle EFS, Historikerin
SP
Steinmann
Christof
Sounndesigner, Hochschuldozent
Grünes Bündnis
Straubhaar
Irina
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Mobilität
glp
Sutter
Michael
Politikwissenschaftler
SP Stadt Bern
Teuscher
Franziska
Gemeinderätin / Biologin
Grünes Bündnis
Vonarburg
Selina
GB
Wüthrich
Marcel
Mathematiker/Risk Manager, Stadtrat
Grüne Freie Liste GFL
Zimmermann
Barbara
Grünes Bündnis
Zumbühl
Benjamin
Geschäftsführer VCS Bern
Grünes Bündnis