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Die Mobilitätskonferenz Bern hat 11 Ziele im Bereich Verkehr und Mobilität definiert, die in der Legislaturperiode 2021-2024 erreicht werden sollen. Gefordert ist einerseits der Gemeinderat, der in der kommenden Legislatur die Prioritäten zur Erreichung dieser Ziele setzt, andererseits die Organisationen der Mobilitätskonferenz im Parlament und in der täglichen Politik.

Verkehrspolitische Ziele für die Jahre 2021-2024

Ziel 1

Verkehrsplanung neu ausrichten (Ziel- statt nachfrageorientierte Planung) und neue Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Verkehrsplaner*innen stützten sich bisher auf Prognosen und Modelle. Einerseits weisen diese grosse Unsicherheiten auf. Andererseits zeigt sich anhand von Verkehrsführungen bei Baustellen, dass der befürchtete Verkehrskollaps nicht eintrifft,wenn bspw. eine Spur temporär reduziert wird. Deshalb braucht es einen neuen Ansatz in der Verkehrsplanung, um die verkehrspolitischen Ziele zu erreichen.

Ziel 2

Trennwirkung von grossen Strassen reduzieren:

Die Trennwirkung insbesondere folgender Strassenabschnitte wird reduziert: Laupenstrasse, Effingerstrasse, Kirchenfeldstrasse, Muristrasse, Laubeggstrasse, Sandrainstrasse, Freiburgstrasse und Bolligenstrasse.

Ziel 3

Verkehrsflächen reduzieren, entsiegeln und damit mehr Grünflächen schaffen für ein gesundes Stadtklima

Die Erreichung der Klimaziele und die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) müssen durch die Reduktion des MIV aber auch mit baulichen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorangetrieben werden.

Ziel 4

Bern als Velohauptstadt stärken mit sicherer und komfortabler Veloinfrastruktur

Das Velo ist als platzsparendes, ressourcenschonendes und gesundes Verkehrsmittel die ideale Mobilitätslösung für die Stadt.

Ziel 5

Zu Fuss gehen als ökologische Verkehrsform fördern

Die Velooffensive ist erfolgreich gestartet. Jetzt braucht es mehr Engagement für die Fussgänger*innen. Der Fussverkehr ist punkto Ökologie, Platz und Kosteneffizienz ideal und hat deshalb in der Stadt mit kurzen Wegen ein grosses Potential

Ziel 6

Verkehr in der Stadt Bern dekarbonisieren

Um das Ziel von netto Null CO2-Emissionen zu erreichen, muss der Strassenverkehr möglichst rasch dekarbonisiert werden und zur Einhaltung der Luftreinhalte- und Lärmziele beitragen.

Ziel 7

Autoverkehr und Parkplätze reduzieren und damit mehr Lebensqualität schaffen

Der Autoverkehr verursacht Lärm- und Schadstoffemissionen, braucht viel Platz und stellt die grösste Unfallgefahr für die anderen Verkehrsteilnehmenden dar.

Ziel 8

Kombinierte Mobilität und Teilen von Fahrzeugen fördern

Kombinierte Mobilität und Sharing-Angebote entsprechen einem Bedürfnis der Bevölkerung nach situativ angepassten Verkehrsangeboten. Die Infrastruktur hierfür soll zu Lasten des MIV gehen und die starke Beanspruchung des öffentlichen Raums durch Verkehrsmittel eindämmen.

Ziel 9

Mit modernen Technologien den Lieferverkehr emissionsfrei und stadt- verträglich abwickeln

Der Lieferverkehr ist heute sehr ineffizient organisiert, was sich mit dem aktuellen Anstieg der Onlinelieferungen verschärft hat.

Ziel 10

Stärker mit den Agglomerationsgemeinden zusammenarbeiten

In der Stadt sind viel mehr Menschen für Freizeit, Arbeit und Einkauf unterwegs als wohnhaft. Prognosen sprechen von einer weiteren Zunahme des Pendelverkehrs. Diese Herausforderungen können weder durch die Stadt noch durch die umliegenden Gemeinden allein gelöst werden.

Ziel 10

Digitalisierung und Automatisierung im Dienst der städtischen Verkehrspolitik ausgestalten

Digitalisierung und automatisiertes Fahren bieten Chancen für einen umwelt- und menschenverträglichere Verkehr, aber auch viele Risiken. Die Stadt Bern muss vorausschauend die Weichen richtig stellen.

Die nachfolgend aufgeführten Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat und den Gemeinderat von Bern unterstützen die 11 Ziele der Mobilitätskonferenz:

Nachname
Vorname
Beruf
Partei_Liste
Binz
Laura
Historikerin
SP Stadt Bern
Bühlmann
Regula
Stadträtin/ SGB-Sekretärin
Grünes Bündnis
Gallizzi
Katharina
Statistikerin / Biologin
Grünes Bündnis Bern
Rubin
Sarah
Sozial- und Heilpädagogin, Gärtnerin
Grünes Bündnis Bern